Kapitel 6 (Teil 4)



6.8 OBJEKTE UND GRUPPEN

6.8.1 Objekte und Objektgruppen platzieren

6.8.2 Objekte selektieren und deselektieren

6.8.3 Objekte und Objektgruppen verschieben

6.8.4 Objekte speichern und laden

6.8.5 Fangen im Designmodus

6.8.6 Dialogbox „ Objekteinstellungen“

 

6.8 OBJEKTE UND GRUPPEN

6.8.1 Objekte und Objektgruppen platzieren

Je nachdem, über welche der zwei Möglichkeiten Sie Ihre Objekte und Gruppen ausgewählt haben, unterscheidet sich das Plazieren dieser Gegenstände geringfügig.

Weiterhin hängt das Plazieren davon ab, in welcher der drei Ansichtsarten Sie sich gerade befinden. Im Folgenden wird je nach Ansichtsart und Auswahlmöglichkeit der Gegenstände das Plazieren der Objekte und Gruppen beschrieben.

In der Grundrissansicht hat der Cursor die Form und Funktionen des 2D-Cursors wie im Konstruktionsmodus, während in der Draufsicht und Perspektive  der Cursor mit den Formen und Funktionen der 3D-Maus arbeitet.

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6.8.1.1 Grundrissansicht

Haben Sie ein Objekt oder eine Objektgruppe über den Objekt-, Textur- und Materialkatalog ausgewählt, ziehen Sie dieses mit gedrückter linker Maustaste in Ihr Projekt. Lassen Sie die linke Maustaste los, wird der Gegenstand platziert.

Der Cursor ändert seine Form vom Pfeil zu einem Kreuz, sobald Sie ihn ins Ansichtsfenster ziehen, um das Objekt zu platzieren. Das gewählte Objekt wird, solange der Cursor über das Ansichtsfenster läuft, nicht angezeigt. Erst nach dem Plazieren des Objektes wird es in einem Selektionsrahmen als selektiertes Objekt dargestellt.

Haben Sie ein Objekt oder eine Objektgruppe über das Menü Einrichtung ausgewählt, ziehen Sie dieses ohne Drücken einer Maustaste in Ihr Projekt. Durch Klicken auf die linke Maustaste wird der Gegenstand in seiner Lage bestätigt und platziert.

Beim Plazieren der Gegenstände haben Sie mit Hilfe der gedrückten Strg-Taste die Funktion der Kollisionsdetektion zur Verfügung. Mittels dieser Kollisionsdetektion können Sie verhindern, dass die einzelnen Gegenstände ineinander geraten.

6.8.1.2 Draufsicht

In dieser Ansichtsart  hat der Cursor die volle Funktionalität der 3D-Maus. Sie können Ihre Objekte in x-, y- und z-Richtung platzieren.

6.8.1.2.1 Laden mit dem Katalog

Haben Sie ein Objekt oder eine Objektgruppe über den Objekt-, Textur- und Materialkatalog ausgewählt, ziehen Sie dieses durch Drücken der linken Maustaste in Ihr Projekt. Mit der linken Maustaste allein platzieren Sie den Gegenstand in x- und y-Richtung, während Sie mit der linken und rechten Maustaste zusammen die Gegenstände in x- und z-Richtung platzieren können. Lassen Sie die linke Maustaste los, wird der Gegenstand platziert.

Der Cursor ist in der Ansicht von oben als rotes „Kreuz“ zu sehen. Das gewählte Objekt wird, solange der Cursor über das Ansichtsfenster läuft, nicht angezeigt. Erst nach dem Plazieren des Objektes wird es in einem Selektionsrahmen als selektiertes Objekt dargestellt.

6.8.1.2.2 Laden über Menü

Haben Sie ein Objekt oder eine Objektgruppe über das Menü Einrichtung ausgewählt, ziehen Sie dieses ohne Drücken einer Maustaste in Ihr Projekt. Sie platzieren dann den Gegenstand in x- und y-Richtung, während Sie durch Drücken der rechten Maustaste allein den Gegenstand in x- und z-Richtung platzieren. Durch Klicken auf die linke Maustaste wird der Gegenstand in seiner Lage bestätigt und platziert.

Der gewählte Gegenstand wird sofort im Ansichtsfenster angezeigt und nach dem Plazieren in einem Selektionsrahmen dargestellt.

Beim Plazieren der Gegenstände haben Sie mit Hilfe der gedrückten Strg-Taste die Funktion der Kollisionsdetektion zur Verfügung. Mittels dieser Kollisionsdetektion können Sie verhindern, dass die einzelnen Gegenstände ineinander geraten.

6.8.1.3 Perspektive

In dieser Ansichtsart  hat der Cursor, wie in der Draufsicht, die volle Funktionalität der 3D-Maus. Sie können Ihre Objekte in x-, y- und z-Richtung platzieren.

Die Bewegung und Funktion der 3D-Maus im Raum in Kombination mit der linken und der rechten Maustaste ist abhängig von den Einstellungen unter Bewegung bei gedrückter rechter Maustaste in der Dialogbox Allgemeine Einstellungen. Sie erreichen diese Dialogbox über das Menü Optionen – Programm, indem Sie den Befehl Allgemeines... anwählen. In der Perspektive wird die 3D-Maus als räumliches rotes Fadenkreuz (Sechsfach-Pfeil) mit einem „Schattenstrahl“ dargestellt.

6.8.1.3.1 Laden mit dem Katalog

Haben Sie ein Objekt oder eine Objektgruppe über den Objekt-, Textur- und Materialkatalog ausgewählt, ziehen Sie dieses durch Drücken der linken oder mit der linken und rechten Maustaste in Ihr Projekt.

Abhängig von den Einstellungen in der Dialogbox Allgemeine Einstellungen unterscheidet sich das Plazieren der Gegenstände durch Drücken der linken Maustaste allein oder der linken und rechten Maustaste zusammen erheblich voneinander. Lassen Sie die linke Maustaste los, wird der Gegenstand platziert.

6.8.1.3.2 Laden über Menü

Haben Sie ein Objekt oder eine Objektgruppe über das Menü Einrichtung ausgewählt, ziehen Sie dieses ohne Drücken einer Maustaste in Ihr Projekt. Durch Klicken auf die linke Maustaste wird der Gegenstand in seiner Lage bestätigt und platziert. Die linke Maustaste hat sonst keinerlei Funktionen. Mit der rechten Maustaste steuern Sie die Tiefe.

Der gewählte Gegenstand wird sofort im Ansichtsfenster angezeigt und nach dem Plazieren in einem Selektionsrahmen dargestellt.

Beim Plazieren der Gegenstände können Sie bei gedrückter Strg-Taste die Kollisionsdetektion verwenden.

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6.8.2 Objekte selektieren und deselektieren

Alle Gegenstände, die Sie auf irgendeine Weise bearbeiten möchten, müssen zuvor selektiert sein. Der Ablauf des Selektierens ist in allen drei Ansichtsarten des Designmodus identisch. Es gilt gleichermaßen für Objekte und Objektgruppen. Nur die Selektionsrahmen weichen in ihrem Aussehen voneinander ab.

Unter bestimmten Voraussetzungen können Sie im Designmodus auch die meisten Konstruktionselemente selektieren und bearbeiten

6.8.2.1 Nur ein Objekt selektieren bzw. deselektieren

Ein Objekt können Sie selektieren, indem Sie mit der linken Maustaste über oder in das gewünschte Objekt klicken. Das selektierte Objekt wird in einem Selektionsrahmen dargestellt. Sie deselektieren ein Objekt, indem Sie ein anders selektieren oder an eine Stelle klicken, an der sich kein Objekt befindet.

6.8.2.2 Mehrere Objekte selektieren bzw. deselektieren

Sie können mehrere Objekte selektieren, indem Sie die Shift-Taste gedrückt halten und mit der linken Maustaste nacheinander auf die Objekte klicken. Wenn Sie ein bereits selektiertes Objekt bei gedrückter Shift-Taste nochmals anklicken, wird es deselektiert.

6.8.2.3 Alle Objekte selektieren

Alle Objekte selektieren Sie, indem Sie mit der linken Maustaste auf  klicken
oder über das Menü Bearbeiten den Befehl Alles selektieren anwählen.

6.8.3 Objekte und Objektgruppen verschieben

Es können nur selektierte Objekte und Objektgruppen (und ggf. Konstruktionselemente verschoben werden. Die Art des Verschiebens weicht bei den drei Ansichtsarten etwas voneinander ab. Die Selektionsrahmen weisen unterschiedliche Darstellungsarten auf. Solange Sie Objekte oder Gruppen verschieben, ist der zugehörigen Selektionsrahmen vorübergehend ausgeblendet. Der Cursor ist in Form und Funktion abhängig von den Ansichtsarten, in denen Sie sich gerade befinden.

Um das Überschneiden einzelnen Objekte miteinander oder mit Wänden zu verhindern, drücken Sie die Strg-Taste beim Verschieben des Objektes oder der Gruppen. Hiermit wird die Kollisionsdetektion eingeschaltet. Das Objekt lässt sich jetzt z. B. direkt neben einem anderen Objekt oder direkt an der Wand platzieren.

Außerdem kann mit Hilfe des Fangens im Designmodus  erreicht werden, dass Objekte beim Verschieben auf andere Objekte oder Wände schnappen.

6.8.3.1 Objekte und Objektgruppen bei eingeschaltetem Raster verschieben

Ist im Designmodus die Schaltfläche  heruntergedrückt, fangen die bewegten Objekte genau so, wie im Konstruktionsmodus zu konstruierende Elemente fangen. Dies gilt auch in der perspektivischen Ansicht, wo die Objekte dann nicht nur in Breite und Tiefe, sondern auch in der Höhe auf das eingestellte Raster fangen. Ist zusätzlich das Fangen im Designmodus eingeschaltet, werden natürlich auch andere Objekte bzw. Konstruktionselemente beim Fangen verwendet.

Anmerkung: In der Draufsicht und der perspektivischen Ansicht wird das Raster nicht angezeigt auch wenn es eingeschaltet ist.

6.8.3.2 Verschieben in der Grundrissansicht

Die selektierten Objekte und Objektgruppen sind von einem schwarzen Selektionsrahmen umgeben. Eine Verschiebung der Objekte ist nur in x- und y-Richtung möglich. Der Cursor hat die Funktion eines 2D-Cursors.

6.8.3.3 Verschieben in der Draufsicht

 6.8.3.3.1 Verschiebung in (x)Breite und (y)Tiefe

Ziehen Sie den Cursor in den Selektionsrahmen des Objektes oder der Gruppe und verschieben Sie mit gedrückter linker Maustaste das Objekt oder die Objektgruppe. Durch Loslassen der Maustaste wird der Gegenstand neu platziert. Die selektierten Objekte und Gruppen lassen sich nur in x- und y-Richtung verschieben. Eine Verschiebung in z-Richtung ist nur mit der linken Maustaste nicht möglich.

6.8.3.3.2 Verschiebung in (x)Breite und (z)Höhe

Ziehen Sie den Cursor in den Selektionsrahmen des Objektes oder der Objektgruppe und verschieben Sie mit gedrückter linker und rechter Maustaste das Objekt oder die Objektgruppe. Durch Loslassen der Maustasten wird der Gegenstand neu platziert.

Die selektierten Objekte und Gruppen lassen sich in x und z-Richtung verschieben. Eine Verschiebung in y-Richtung ist mit der linken und rechten Maustaste zusammen nicht möglich.

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6.8.3.4 Verschieben in der Perspektive

In dieser Ansichtsart enthält die 3D-Maus die Darstellung eines Schattenstrahls. Durch den Schattenstrahl des Cursors unter den Selektionsrahmen wird die Verbindung zwischen der Fußbodenebene des Geschosses und dem zu verschiebenden Objekt oder der Gruppe dargestellt.

Sie können diesen Schattenstrahl benutzen, um abzuschätzen, an welcher Stelle das Objekt nach dem Loslassen der linken Maustaste „landet“, wenn für dieses Objekt das Fallenlassen eingeschaltet ist.

Sie können die Bewegungsrichtung beim Verschieben mit gedrückter rechter Maustaste in der Dialogbox Allgemeine Einstellungen zusätzlich beeinflussen. 

6.8.3.4.1 Verschieben in (x)Breite, (y)Tiefe und (z)Höhe

Die Bewegung und Funktion der 3D-Maus im Raum in Kombination mit der linken und der rechten Maustaste ist abhängig von den Einstellungen unter Bewegung bei gedrückter rechter Maustaste in der Dialogbox Allgemeine Einstellungen. Sie erreichen diese Dialogbox über das Menü Optionen – Programm indem Sie den Befehl Allgemeines... anwählen.

Anmerkung: Um das Verschieben der Objekte zu vereinfachen, kann es sinnvoll sein, eine zweite Ansicht in das Hauptfenster zu laden. Das erste Fenster zeigt dann z. B. die Grundrissansicht oder die Draufsicht und das zweite Fenster die Ansicht Perspektive. In der Grundrissansicht oder der Draufsicht lassen sich die Objekte gut in x- oder y-Richtung verschieben, während sie sich in der Ansicht Perspektive gut in z-Richtung verschieben lassen.

6.8.4 Objekte speichern und laden

Außer der Verwaltung von Objekten und Objektgruppen über den Objekt-, Textur- und Materialkatalog lassen sich diese Gegenstände auch über das Menü verwalten. Wählen Sie im Menü Einrichtung die Befehle Objekt laden... oder Objekt speichern... an, erscheint zu den jeweiligen Befehlen eine entsprechende Dialogbox. Diese Dialogboxen sind in den folgenden Abschnitten näher beschrieben.

6.8.4.1 Dialogbox Objekt speichern

Diese Dialogbox erhalten Sie über das Menü Einrichtung, indem Sie den Befehl Objekt speichern... wählen. Dieser Befehl ist nur bei einem selektierten Objekt aktiv. Ist kein Objekt selektiert oder sind mehrere Objekte selektiert, ist dieser Befehl grau hinterlegt und ohne Funktion. Die erscheinende Dialogbox ist die Windows Standarddialogbox zum Speichern von Dateien.

6.8.4.2 Dialogbox Objekt laden

Fig 6.20 Objekt laden

Diese Dialogbox erhalten Sie über das Menü Einrichtung, indem Sie den Befehl Objekte laden... anwählen.

Der einzige Unterschied dieser Dialogbox zu einer normalen unter Windows95 üblichen Dialogbox beim Laden von Dateien ist das Vorschaufenster. In diesem Vorschaufenster können Sie ein Objekt bereits betrachten noch bevor Sie es tatsächlich in VA - Virtual Architecture laden. Hierfür muss in der Dateiliste ein gültiges VA - Virtual Architecture-Objekt (Endung aco) selektiert sein.

Anmerkung: Befinden sich in der Dateiliste mehrere VA - Virtual Architecture-Objekte untereinander – und haben Sie eines dieser Objekte markiert – können Sie schnell eine Vorschau der anderen Objekte erhalten, indem Sie die Pfeiltasten Pfeil nach oben oder Pfeil nach unten verwenden.

Sie können in VA - Virtual Architecture auch o2c-Objekte (also solche, die speziell für den o2c-Player aufbereitet sind), laden. Diese unterscheiden sich nach dem Laden durch nur in einer Ausnahme von „normalen“ VA - Virtual Architecture-Objekten: wie mit Texturen, die in den o2c-Objekten gespeichert sind, verfahren wird. Dies stellen Sie mit der im folgenden beschriebenen Dialogbox ein.

6.8.4.3 Laden von Objekten, Texturen und Gruppen bei installierten Objekt-, Textur- und Materialdatenbanken

Ist eine Datenbank, die Objekte, Texturen oder Materialien enthält, registriert, erscheint eine etwas andere Dialogbox als im Kapitel „Objekte speichern und laden“ abgebildet. Sie können sich nämlich dann entscheiden, ob Sie das Dateisystem Ihres Rechners oder aber die installierten Datenbanken durchsuchen möchten.

Fig 6.21 Laden von Objekten

Wählen Sie hierfür die entsprechende Alternative Dateien oder Datenbanken, die oben rechts in der Dialogbox dargestellt wird.

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6.8.4.3.1 Optionen für o2c-Objekte

Fig 6.22 o2c-Objekte

Sie erreichen diese Dialogbox über das Menü Optionen/Programm/o2c-Objekte...

In ihr können Sie einstellen, was mit Texturen passieren soll, die in o2c-Objekten gespeichert sind. Da in VA - Virtual Architecture im Allgemeinen Texturen von der Platte geladen werden, können diese auch von unterschiedlichen Objekten gemeinsam genutzt werden. Dies führt zu deutlich niedrigerem Speicherverbrauch. Nun sind aber in o2c-Objekten die Texturen selbst gespeichert. Um diese Texturen auch für andere Objekte (auch für andere o2c-Objekte) nutzbar zu machen, haben Sie die Möglichkeit, beim Laden der o2c-Objekte deren Texturen als separate Dateien auf der Festplatte zu speichern. Hierfür sind im o2c-Objekt nicht nur die Texturen selbst, sondern auch ihre „Entstehungsgeschichte“, genauer: ihr Dateiname inklusive Pfad relativ zu dem voreingestellten Basispfad, gespeichert. Findet ein o2c-Objekt beim Laden diese Datei, wird die Textur der Datei verwendet, so dass auch mehrere o2c-Objekte in VA - Virtual Architecture dieselben Texturen benutzen. Wählen Sie nicht speichern, erfolgt keine Speicherung der o2c-Objekt-Texturen beim Laden von o2c-Objekten. Die Alternative relativ zum Textur-Basispfad speichern speichert die Textur relativ zu dem Pfad, den Sie in der Dialogbox Feste Programmeinstellungen im Bereich Pfad für Texturen eingeben. Die Alternative speichern relativ zu gibt Ihnen die Möglichkeit, einen separaten Basis-Pfad anzugeben, zu dem die Texturen relativ gespeichert werden. Mit der letzten Alternative können Sie verhindern, dass das „normale“ Texturverzeichnis, gerade bei der Verwendung von vielen o2c-Objekten mit deren Texturen „verseucht“ wird.

Eine ähnliche Dialogbox erhalten Sie auch, wenn Sie ein o2c-Objekt als ACO ­Objekt speichern und in der gerade beschrieben Dialogbox nicht speichern gewählt haben. Sie können dann noch einmal „on the fly“ die Einstellungen vornehmen, um zu vermeiden, dass das erzeugte ACO-Objekt tatsächlich auf Ihrem Rechner die Texturen nicht findet.

6.8.4.4 Laden von MicroFe FEA-Dateien

Die Anforderungen an die statische Berechnung von Bauwerken sind in den letzten Jahren gestiegen. Dreidimensionale FEM-Modelle helfen, einen wirklichkeitsnahen Lastabtrag zu erfassen und in Bemessungsergebnisse zu überführen. Das Finite-Elemente-Programm MicroFe stellt leistungsfähige Module für die Eingabe, Berechnung und Ergebnisdarstellung von 3D FEM-Modellen zur Verfügung.

Jetzt gibt es eine hilfreiche Ergänzung für die geometrische Kontrolle der erzeugten FEM-Modelle. In VA - Virtual Architecture können die erzeugten FEA-Dateien eingelesen und dreidimensional dargestellt werden. Platten und Wände werden in ihren wahren Dicken dargestellt. Fehler der Dickenangabe können hier sofort erkannt werden. Stützen und Unterzüge erhalten ihre wahren Querschnittsabmessungen. So können fehlerhafte Eingaben von Stützenabmessungen und deren Ausrichtung identifiziert werden.

Das Versatzmaß der Unterzüge wird in der Darstellung berücksichtigt und kann somit überprüft werden. Die verwendeten Querschnitts- und Materialnummern werden mit unterschiedlichen Farben dargestellt.

Bei komplexen Konstruktionen können Teilbereiche des Modells als durchsichtig definiert werden, damit man die dahinter liegenden Details erkennt. Natürlich haben Sie auch die Möglichkeit, mit den in VA - Virtual Architecture üblichen Techniken per Mausbewegung durch das räumliche Gebilde zu wandern.

Zum Laden von FEA-Dateien benutzen Sie dieselbe Dialogbox wie zum Laden "normaler" Objekte. Sie müssen lediglich im Feld Dateityp den Eintrag MicroFe Dateien auswählen.

6.8.5 Fangen im Designmodus

Auch fangen Objekte im Designmodus ähnlich wie Elemente im Konstruktionsmodus. Ist das Fangen mit Hilfe der entsprechenden Dialogbox eingeschaltet, und Sie bewegen – egal in welcher Ansicht – ein dreidimensionales Objekt, so wird es, wenn es anderen Objekten oder auch Wänden oder anderen konstruktiven Elementen zu nahe kommt, auf diese fangen. Sie erkennen dies daran, dass das Objekt diese Fangposition einnimmt und an der Position, an der sich die Maus befindet, lediglich ein transparenter „Schatten“ des Objektes übrig bleibt.

Befinden sich in der Nähe des Objektes mehrere verschiedenen Objekte, auf die es fangen könnte, ist es möglich, mit Hilfe der Tastenkombination Ctrl+F bzw. Strg+F die alternativen Fangpositionen zu wählen, genau so, wie dies auch im Konstruktionsmodus möglich ist. Wird ein Objekt durch ein anderes Objekt oder ein Konstruktionselement gefangen, wird auch die Orientierung dem fangenden Objekt bzw. Element angepasst. Bewegen Sie also z. B. ein Sofa, das um 20 Grad gedreht ist, und ziehen es in die Nähe einer gerade verlaufenden Wand, so wird das Sofa automatisch um die 20 Grad zurück gedreht.

Das Fangen im Designmodus kann u.A. dann helfen, wenn Sie aus mehreren Objekten eine Baugruppe zusammenstellen möchten, wobei jedes Objekt genau neben einem anderen liegen soll.

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6.8.5.1 Die Dialogbox „Fangen im Designmodus“

Sie erhalten diese Dialogbox, indem Sie im Designmodus rechts auf klicken oder die Tastenkombination Ctrl+Leerzeichen bzw. Strg +Leerzeichen verwenden.

Fig 6.23 Fangen im Designmodus

Innerhalb dieser Dialogbox stellen Sie ein, ob Objekte im Designmodus fangen sollen und wie sie sich beim Fangen verhalten.

Wählen Sie die Alternative eingeschaltet, wird das Fangen verwendet, die Alternative ausgeschaltet führt dazu, dass beim Verschieben von Objekten kein Fangen verwendet wird.

In den Eingabefeldern Fangbereich und maximaler Rotationswinkel geben Sie an, wie stark der Einfluss von Objekten, auf die gefangen wird, ist. Das Eingabefeld Fangbereich bestimmt, wie groß der Abstand zweier Objekte höchstens sein darf, damit das eine Objekt das andere fängt. Er wird in Pixel angegeben. Geben sie also z. B. 20 ein, und kommt ein Objekt, das Sie verschieben, einem anderen näher als 20 Pixel (bei perspektivischen Ansichten gilt diese Angabe für die Mitte des Tiefenbereichs), wird das verschobene Objekt gefangen. Im Eingabefeld Maximaler Rotationswinkel geben Sie an, wie weit das gefangene Objekt sich maximal drehen darf, um sich in seiner Orientierung dem fangenden Objekt anzupassen. Ein Wert von 0 führt dazu, dass das Objekt gar nicht gedreht wird.

6.8.5.1.1 Der Unterbereich „Fangen auf“

In diesem Unterbereich geben Sie an, wer ein Objekt, das verschoben wird, fangen kann. Sie können jeweils für Flächen, Kanten und Ecken getrennt angeben, ob diese zum Fangen verwendet werden sollen.

Hierzu ein Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie verschieben ein Sofa in Richtung einer Wand. Haben Sie nun Flächen, Kanten und Ecken markiert, fängt das Sofa sowohl auf die Flächen (Wandseiten) als auch auf die Kanten (äußere Umrandungen der Wandseiten) als auch auf die Ecken (die Eckpunkte der Wandseiten), wobei Ecken den Vorrang vor Kanten und diese den Vorrang vor Flächen haben. D. h.: kommen Sie mit dem Sofa in die Nähe der Ecke einer Wand, so fängt das Sofa auf diese Ecke, wenn Ecken markiert ist. Kommen Sie mit dem Sofa in die Nähe einer Kante der Wand (und in der Nähe befindet sich keine Ecke bzw. Ecken ist nicht markiert), fängt das Sofa auf die Kanten der Wand. Schließlich fängt das Sofa auf die Wandflächen, wenn es sich noch näher an einer Kante bzw. Ecke der Wand befindet oder Ecken und Kanten nicht markiert ist.

Im Unterbereich von des Bereiches Fangen auf stellen Sie ein, wer als „Fänger“ von Objekten, die verschoben werden, dienen soll. Sie haben die Möglichkeit, Wände, Böden und Decken, andere Konstruktionsobjekte (z. B. Fenster oder Türen), Einrichtungsgegenstände und Gruppen getrennt ein- und auszuschalten.

Möchten Sie also, dass beim Verschieben von Objekten ausschließlich auf Wände, aber nicht auf andere Objekte gefangen wird, so markieren sie nur Wände, Böden und Decken. Haben Sie Gruppen markiert, so wird der Umgebungswürfel einer Gruppe als „Fänger“ verwendet. Ist Gruppen hingegen nicht markiert, verhalten sich die Objekte innerhalb einer Gruppe wie normale Objekte, d. h. jedes fängt für sich.

6.8.5.1.2 Das Kontrollfeld „Gruppen fangen beim Verschieben“

Genauso wie – wie gerade beschrieben – Gruppen als „Fänger“ dienen können, können sie auch beim Verschieben gefangen werden. Haben Sie Gruppen fangen beim Verschieben markiert, wird die ganze Gruppe beim Verschieben als ein „Objekt“ verwendet, wobei der Umgebungswürfel der Gruppe gefangen wird. Ist das Feld nicht markiert, so fängt jedes Objekt der Gruppe für sich.

Hinweis: Verwenden Sie „normale“ VA - Virtual Architecture-Objekte, wird beim Fangen der Umgebungswürfel der Objekte verwendet. Im Prinzip ist aber die Information, wo ein Objekt seine Fangpunke, -kanten und -flächen hat, eine Eigenschaft des Objektes. So ist es z. B. vorstellbar, das ein Objekt „Spüle“ existiert, das ausschließlich in die dafür vorgesehen Aussparung eines Objektes Arbeitsplatte fängt. Sie werden solche Spezialobjekte i.A. mit Spezialversionen von VA - Virtual Architecture (z. B. Küchenplanungen) erhalten.

6.8.6 Dialogbox „ Objekteinstellungen“

Fig 6.24 Objekteinstellungen

Diese Dialogbox erscheint beim Doppelklick mit der linken Maustaste auf ein Objekt. Dieses Objekt kann, muss aber nicht selektiert sein.

Sie besteht aus den zwei bzw. drei Registern Allgemein, Lichtquelle und Internet. Im Register Allgemein machen Sie allgemeine Angaben bezüglich des Objektes. Das Register Lichtquelle wird nur angezeigt, wenn in dem Objekt Lichtquellen definiert sind. Im Register Internet finden Sie nähere Informationen zum Objekt aus dem Internet.

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6.8.6.1 Das Register „Allgemein

Alle Objekte besitzen vordefinierte Eigenschaften, wie einerseits das Aussehen und andererseits Eigenschaften, die Sie nicht direkt sehen können. Über diese Dialogbox ändern Sie Eigenschaften des Objektes. So können Sie z. B. das Verhalten eines Objektes beim Plazieren verändern. Im oberen Bereich der Dialogbox finden Sie den Namen des Objektes. Darunter befinden sich links der Bereich mit den veränderbaren Eigenschaften und rechts der Bereich mit dem Vorschaufenster.

6.8.6.1.1 Der Bereich „Abmessungen“

In diesem Bereich stehen die aktuellen Abmessungen wie Länge (x), Breite (y) und Höhe (z) als numerische Werte. Diese Zahlenwerte können Sie durch Anklicken der Pfeiltasten stufenweise verkleinern bzw. vergrößern oder durch Klicken in das Eingabefeld mit anschließender Eingabe über die Tastatur verändern.

6.8.6.1.1.1 verzerrt skalieren

Aktivieren Sie das Kontrollfeld verzerrt skalieren, stehen die Abmessungen des Objektes nicht in direkter Abhängigkeit zueinander und können nach Belieben unabhängig voneinander geändert werden. So können Sie z. B. die Länge des Objektes verändern und die Breite bzw. Höhe bleiben in den eingestellten Werten erhalten. Im Gegensatz dazu sind bei deaktiviertem Kontrollfeld die Abmessungen des Objektes voneinander abhängig. So werden sich bei Veränderung eines Wertes die beiden anderen Werte im gleichen Verhältnis mit verändern. Die Proportionen des Objektes bleiben unverändert. Eine Veränderung der Abmessungen Ihres Objektes erreichen Sie interaktiv auch über den Selektionsrahmen. Je nach Einstellung von verzerrt skalieren weist der Selektionsrahmen in Aussehen und Funktion Unterschiede auf.

6.8.6.1.1.2 spiegeln

Ist das Kontrollfeld spiegeln aktiviert, wird das Objekt in seiner Mittelachse gespiegelt d.h. die Seiten werden vertauscht. Diese Funktion ist identisch mit der Schaltfläche .

6.8.6.1.2 Das Kontrollfeld „Höhe ermitteln“

Aktivieren Sie Höhe ermitteln („nach freiem Fall“), fallen Objekte automatisch in Ihr Projekt. Ist diese Funktion aktiviert, so ist Höhe über Fußboden grau hinterlegt und ohne Funktion.

Diese Funktion ist nicht bei allen Objekten aktiv. Es gibt Objekte, bei denen es nicht erwünscht ist, dass sie bis auf den Boden fallen (z. B. Heizkörper). Bei solchen Objekten ist dieses Kontrollfeld grau hinterlegt und Sie können über die Funktion Höhe über Fußboden die Höhe des Objektes numerisch eingeben und bestimmen. Bei gegrautem Feld wird hier allerdings die tatsächliche Höhe des Objektes über der Oberkante des Fußbodens vermerkt. Wenn z. B. eine Tasse auf einem 80 cm hohen Tisch steht, würde hier als Höhe für die Tasse 80 cm angegeben.

Haben Sie die Funktion Höhe ermitteln („nach freiem Fall“) nicht aktiviert, so können Sie in Höhe über Fußboden durch eine numerische Eingabe die Höhe festlegen, in der das Objekt platziert wird. So lassen sich z. B. Waschbecken und Wasserhähne in einem genauen Abstand vom Fußboden aus anbauen und Heizkörper in einer bestimmten Höhe montieren.

6.8.6.1.3 Das Kontrollfeld „an Gelände anpassen“

Dieses Kontrollkästchen dient dazu, Objekte in ihrer Form exakt an das Gelände anzupassen. Hierbei wird das einzelne Objekt immer in Richtung seiner längsten Achse angepasst. Das bedeutet im Einzelnen: VA - Virtual Architecture berechnet die Höhe des Geländes am Anfangs- und Endpunkt des Objekts. Die Strecke dazwischen wird geschert, so dass z. B. bei Zäunen eine gleichmäßige Höhenlinie entsteht.

Beim Konstruieren von Grundstücksumrandungen werden alle Objekte automatisch an das Gelände angepasst. Das bedeutet für die gesamte Objektgruppe bzw. beim Aufheben der Gruppierung für jedes einzelne Objekt, dass das Kontrollkästchen an Gelände anpassen aktiviert ist.

Die automatische Anpassung von Objekten bzw. Objektgruppen ans Gelände beim Konstruieren von Grundstücksumrandungen macht z. B. bei Zäunen Sinn, nicht aber bei Bäumen, da diese ja gerade stehen sollten. Haben Sie die Baumumrandung als Gruppe selektiert, können Sie in der Dialogbox Gruppeneinstellungen die Scherung für die gesamte Gruppe ausschalten.

Wenn Sie einen Zaun manuell, also nicht über die Grundstücksumrandung konstruieren, müssen Sie das Kontrollkästchen, das in der Standardeinstellung deaktiviert ist, explizit aktivieren, um die Zäune dem Gelände anzupassen.

6.8.6.1.4 Das Kontrollfeld „nicht mit Gebäude bewegen“

Wenn Sie ein Gebäude verschieben oder auch spiegeln (spiegeln nur VA - Virtual Architecture prof.), in dem sich Objekte befinden, werden diese im Allgemeinen mit verschoben bzw. gespiegelt. Dies gilt ebenfalls für Objekte, die sich zwar außerhalb des Gebäudes befinden, aber eingegeben wurden, während das Gebäude das aktive Gebäude ist. Sie „gehören“ quasi zu diesem Gebäude.

Soll nun beim Bewegen des Gebäudes ein Objekt nicht mitbewegt werden, können sie dieses Kontrollfeld markieren. VA - Virtual Architecture verwendet dieses Kontrollfeld automatisch für Umrandungen von Geländen. Der Grund hierfür ist folgender: Wird ein Gebäude verschoben, wird das Gelände unter dem Gebäude nicht verschoben; die Geländeumrandungen müssen also dementsprechend auch nicht verschoben werden.

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6.8.6.1.5 Das Kontrollfeld „wirft beim Raytracen Schatten“

Über dieses Kontrollfeld haben Sie die Möglichkeit, für ein einzelnes Objekt auszuwählen, ob es beim Raytracing Schatten werfen soll oder nicht. Diese Option ist z. B. dann sinnvoll, wenn Sie das Objekt "Fallrohr" montiert haben und dieses aufgrund des Sonnenlichts Schatten werfen würde, die gesamten Außenwände jedoch nicht. In diesem Fall würden Sie auf das Fallrohe doppelklicken und in der Dialogbox Objekteinstellungen das Kontrollkästchen wirft beim Raytracing Schatten deaktivieren.

6.8.6.1.6 Die Kontrollfelder „beim Bewegen schnappen“ und „als Schnappziel dienen“

I

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