Kapitel 5 (Teil 3)



5.10 Unterzüge / Überzüge

5.10.1 Über- und Unterzug konstruieren

5.10.2 Die Dialogbox „Überzug / Unterzug“

5.11 Türen

5.11.1 Türentyp bestimmen

5.11.2 Tür platzieren

5.11.3 Die Dialogbox „Tür“

5.11.4 Der Bereich „Tür-Abmessungen“

5.11.5 Tür verschieben

5.11.6 Überschneidungen mit anderen Türen und Fenstern

5.11.7 Tür löschen

5.12 Fenster

5.12.1 Fenstertyp bestimmen

5.12.2 Fenster platzieren

5.12.3 Brüstungshöhe

 

5.10 Unterzüge / Überzüge

Mit dieser Funktion  lassen sich Über- und Unterzüge in Ihren Grundriss eingeben. Über- und Unterzüge sind Konstruktionselemente, die sich ähnlich wie Wände verhalten. Sie entsprechen einem Balken, der unterhalb der Decke oder oberhalb des Fußbodens konstruiert wird. Überzüge liegen sichtbar über dem Boden, Unterzüge hängen sichtbar unterhalb der Decke. Unterzüge werden z.B. bei großflächigen Decken als statische Elemente eingesetzt.

In der vertikalen Symbolleiste finden Sie die Schaltfläche, über die Sie den Typ auswählen. Durch rechten Mausklick auf den gewählten Typ ist es möglich, in der daraufhin erscheinenden Dialogbox Grundeinstellungen vorzunehmen und diese auch als Standardwerte abzuspeichern. Wenn Sie nach dem Konstruieren eines Über- bzw. Unterzuges auf diesen doppelklicken, erhalten Sie die gleiche Dialogbox. Sie haben dort die Möglichkeit, diese Standardwerte zu modifizieren und individuell anzupassen.

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5.10.1 Über- und Unterzug konstruieren

Haben Sie über den Variantenschalter den entsprechenden Typ gewählt, zeigt VA - Virtual Architecture Ihnen in der zweiten vertikalen Symbolleiste („Wie-Leiste“) eine Auswahl von Einbaumöglichkeiten. Diese entsprechen exakt den Eingabevarianten von Wänden. Das bedeutet: Über- und Unterzüge werden in derselben Weise konstruiert wie Wände. Im Unterschied zum Konstruieren von Wänden lässt sich jedoch für einen Über- bzw. Unterzug die Höhe festlegen.

Sie können einen einzelnen Über- bzw. Unterzug oder auch mehrere Über-bzw. Unterzüge hintereinander konstruieren. Weiterhin lassen sich Über- bzw. Unterzüge senkrecht, im festen Winkel, parallel oder parallel in festem Abstand zu einer Referenzlinie sowie mittig zu zwei Punkten konstruieren.

Über- und Unterzüge werden grundsätzlich nicht mit Wänden verschnitten. Ziehen Sie mehrere Über- bzw. Unterzüge mit Hilfe der Schaltfläche  hintereinander ein, werden diese jedoch untereinander verschnitten. Auf diese Weise können Sie z.B. einen Unterzug in der Form eines „U“ eingeben. Nach dem Konstruieren lassen sich die Unterzüge einzeln selektieren und durch Doppelklick auf den einzelnen Unterzug in der darauf erscheinenden Dialogbox bearbeiten.

Da Über- und Unterzüge nicht mit Wänden verschnitten werden, bietet VA - Virtual Architecture Ihnen die Möglichkeit, die Kopfenden auf anderem Wege der Wand anzupassen: Haben Sie einen konstruierten Unter- bzw. Überzug markiert, werden in dem roten Selektionsrahmen vier Eckpunkte sichtbar. Klicken Sie nun auf einen der roten Eckpunkte und verschieben Sie diesen entlang seiner Kante, bis er exakt an der Wand ausgerichtet ist. Bei diesem Vorgehen wird auch die Fang-Funktion unterstützt – d.h., Sie können einen Eckpunkt beim Verschieben auch auf der Wandkante fangen.

5.10.2 Die Dialogbox „Überzug / Unterzug“

Die Dialogbox Unterzug bzw. Überzug erhalten Sie entweder durch Doppelklicken auf einen selektierten Unter- bzw. Überzug oder durch Rechtsklicken auf die entsprechende Schaltfläche in der vertikalen Symbolleiste. Die folgende Abbildung zeigt das Dialogfenster Unterzug mit dem Bereich 2D-Darstellung, den Sie nur in der VA - Virtual Architecture prof.-Version erhalten. In diesem Bereich legen Sie für einen selektierten Unterzug die Farbe der Striche sowie die Musterfarbe und das Füllmuster des Unterzuges fest.

Fig 5.10 Unterzug 

Diese Dialogbox entspricht in weiten Bereichen der Dialogbox Wand.

Anders als für Wände können Sie für einen Unter- bzw. Überzug keine weiteren Typen definieren. Dafür haben Sie die Möglichkeit, im Bereich Abmessungen die Höhe des Unter- bzw. Überzuges anzugeben.

Hinweis: Sie können einen Unter-/Überzug als Ganzes oder auch nur eine spezielle Seite selektieren. Klicken Sie hierfür im Selektionsmodus in den Unter-/Überzug oder zum selektieren einer Seite auf diese Seite.

Nur im zweiten Fall sind Dickenänderungen relativ zu einer Seite möglich (der Bereich Dickenänderung relativ zur ist nicht gegraut). Ebenfalls nur im zweiten Fall können für einzelne Seiten des Unter-/Überzuges getrennt Texturen angegeben werden.

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5.11 Türen

Die Türfunktion bietet Ihnen die Möglichkeit, in bestehende Wände verschiedene Arten von Türen einzubauen. Sie können im Programm unter einer Vielzahl von vorhandenen Formen wählen, bei denen Öffnungsmaße, Anschlag und Texturen auf die einfachste Weise über eine Dialogbox verändert werden können. Die Beschreibung der Dialogboxen finden Sie in den folgenden Abschnitten. Die beschriebenen unterschiedlichen Eingabearten sollen Ihnen Hilfestellung geben, wie Sie Türen problemlos und maßgenau einbauen. Außerdem können Sie als Unterstützung mit Rasterpunkten, Hilfslinien oder der Linealfunktion arbeiten.

5.11.1 Türentyp bestimmen

In der vertikalen Symbolleiste finden Sie die Schaltfläche  für die Türfunktion. Die Schaltfläche ist ein Variantenschalter, den Sie wieder mit gedrückter linker Maustaste zur Ansicht der hinterlegten Türkonstruktionen aktivieren. Die Dialogbox zur Einstellung bzw. zum Ändern der Türeigenschaften öffnen Sie, indem Sie die Schaltfläche  mit der rechten Maustaste anklicken oder auch einfach über das Menü den Befehl Optionen – Türen anwählen. Ändern Sie bei einer konkreten Tür die Werte, bleiben diese nur für den jeweiligen Einbauvorgang aktuell. Durch Markieren und anschließendes Doppelklicken einer Tür kann diese auch nachträglich in der Dialogbox geändert werden.

Haben Sie eine Tür gewählt, zeigt VA - Virtual Architecture in einer zweiten vertikalen Symbolleiste („Wie-Leiste“) eine Auswahl der Einbaumöglichkeiten auf. Bei Anklicken dieser Schaltflächen mit der rechten Maustaste erscheint jeweils eine Dialogbox. Hier können Sie die zu den verschiedenen Eingabemöglichkeiten erforderlichen Zahlenwerte eingeben, den Abstand zum Referenzpunkt sowie das Teilungsverhältnis.

Wollen Sie einen Eingabevorgang abbrechen, drücken Sie die Esc-Taste.

5.11.2 Tür platzieren

Außer der Möglichkeit, eine Tür im Konstruktionsmodus einzugeben, können Sie diese auch im Designmodus interaktiv platzieren. Die folgenden Abschnitte beschreiben das Plazieren im Konstruktionsmodus.

5.11.2.1 Bezugspunkt einer Tür ändern

Eine Tür hat drei Bezugspunkte, die durch farbige Kreuze markiert sind. Sie können den Bezugspunkt durch gleichzeitiges Drücken von Strg+W wechseln. Er liegt nach Wunsch an den Eckpunkten der Tür (links, rechts) oder im Mittelpunkt.

5.11.2.2 Tür frei platzieren

Haben Sie diese Eingabeart  angeklickt, können Sie die Tür direkt mit ihrem Bezugspunkt an der gewünschten Stelle platzieren. Schieben Sie Ihren Cursor dorthin und klicken Sie mit der linken Maustaste die gewünschte Stelle an. Die Tür kann nur in eine Wand eingebaut werden, wobei der Bezugspunkt aber auch an einer Hilfslinie oder anderen zu fangenden Punkten liegen kann.

5.11.2.3 Tür in Abstand zum Referenzpunkt eingeben

Sie definieren einen Referenzpunkt  (der nicht unbedingt an der Wand liegen muss) und als zweiten Bezugspunkt die ungefähre Lage der Tür. Ihren Abstand zwischen Referenz- und Bezugspunkt geben Sie danach numerisch in der Dialogbox ein, die anschließend für Sie geöffnet wird.

Haben Sie den Referenzpunkt nicht auf einer Wand, sondern z.B. auf dem Raster oder einer Hilfslinie gesetzt, so wird der Ausgangspunkt von VA - Virtual Architecture senkrecht auf die gewählte Wand projiziert. Drücken Sie beim Anklicken Ihres zweiten Eingabepunktes gleichzeitig die Strg-Taste, wird die zusätzliche Abfrage des Abstandes im Dialogfenster unterdrückt. Der vorher eingegebene Abstand bzw. der Standardwert zur Berechnung der Türposition wird automatisch übernommen.

Wollen Sie bereits positionierte Türen numerisch verschieben und/oder einen neuen Referenzpunkt setzen, finden Sie alle weiteren Informationen dazu unter Türen verschieben.

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5.11.2.4 Tür zwischen zwei Punkten

Bei dieser Art der Türplatzierung  klicken Sie zwei Punkte auf der Wand an, zwischen denen die Tür in einem gewünschten Teilungsverhältnis eingebaut wird. Liegen die ersten beiden Eingabepunkte nicht auf der Wand, so ist noch ein dritter Punkt nötig, mit dem Sie die Wand identifizieren. In diesem Fall werden die beiden Eingabepunkte senkrecht auf die Wand projiziert. Das vorher eingegebene Teilungsverhältnis bzw. der Standardwert zur Berechnung der Türposition wird übernommen.

5.11.3 Die Dialogbox „Tür“

Wie alle Elementoptionen erhalten Sie auch die Dialogbox Tür durch Doppelklick auf eine bereits konstruierte Tür oder durch Rechtsklick auf die Schaltfläche  bzw. über den Menüpunkt Optionen – Türen...

Unabhängig von der Art der Tür, deren Optionen Sie verändern wollen, erhalten Sie immer dieselbe Dialogbox.

Fig5.11 Tür

5.11.4 Der Bereich „Tür-Abmessungen“

Im Bereich Abmessungen können Sie die Breite, Höhe und Brüstungshöhe der Tür, sowie den Öffnungswinkel der Tür und bei zweiflügeligen Türen den Öffungswinkel beider Türblätter einstellen.

Hinweis: Sind die Türblätter der Tür animiert (zu erkennen an dem Zeitschieber unter des Vorschaufeldes), sind die Eingabefelder für den Öffnungswingel gegraut, da sich dann der Öffnungswinkel aus der für die Tür eingestellte Zeit ergibt (im Designmodus Rechtsklick auf das Türblatt, im Kontextmenü beliebiger Zeitpunkt... wählen und den gewünschten Zeitpunkt einstellen).

Im Bereich Anschlag geben Sie an, ob die Tür nach innen oder außen öffnet und ob sie links oder rechts angeschlagen ist.

Im Bereich Texturen können Sie für Zarge, linken Flügel und – bei zweiflügeligen Türen – rechten Flügel die verwendeten Texturen verändern. Bei Klick auf die Schaltflächen rechts neben den Auswahllisten für die Texturen erhalten Sie ein Popup-Menü.

Schließlich können Sie im Bereich Flügel die Art des Türblattes bzw. der Türblätter (bei zweiflügeligen Türen) bestimmen. Sie ändern die Art des Türblattes, indem Sie in der Auswahlliste eine neue Variante eingeben. Sämtliche Änderungen, also auch die für Öffnungswinkel und Türblätter werden sofort im Vorschaufenster aktualisiert. Betätigen Sie die Schaltfläche als Standard, werden Ihre Einstellungen ab jetzt für alle neu konstruierten Türen verwendet.

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5.11.4.1 Brüstungshöhe für Türen

Ab VA - Virtual Architecture Version 5.0 können Sie auch für Türen eine Brüstungshöhe eingeben. Speziell im Zusammenhang mit versetzten Geschossen ist dies z.B. sinnvoll, wenn eine Tür in der Höhe eines Treppenpodestes platziert werden soll.

Markieren Sie im Bereich Abmessungen das Kontrollfeld ab Oberkante Rohdecke, werden die Eingaben im Feld Brüstungshöhe nicht vom Fertigfußboden sondern von der Rohdecke aus gemessen. Ändern der Markierung ändert also den Wert im Eingabefeld um die Fußbodenbelagsdicke des Geschosses.

5.11.5 Tür verschieben

Sie markieren die Tür durch Anklicken von  mit der linken Maustaste und anschließendem Anklicken der Tür, die danach rot dargestellt wird. Sie positionieren den Mauszeiger auf dem gewählten Türelement und betätigen die linke Maustaste. Mit gedrückt gehaltener Taste lässt sich die Tür nun durch Ihre Mausbewegung entlang der Wand beliebig verschieben.

Wollen Sie allerdings für die Neupositionierung feste Werte vorgeben, können Sie die Tür auch mittels numerischer Eingabe verschieben. Folgende Dialogbox erhalten Sie, wenn Sie das Symbol auf der „Wie-Leiste“  mit der linken Maustaste anwählen:

Fig 5.12 Tür verschieben

Aktivieren Sie die Schaltfläche Referenzpunkt... und bestätigen die Position im Anschluss mit der linken Maustaste. Einen entsprechenden Hinweis erhalten Sie auch zur Unterstützung in der unteren VA - Virtual Architecture-Statuszeile (unten im Fenster). Entscheiden Sie dann, ob Sie den Bezugspunkt der Tür links, mittig oder rechts definieren wollen. Wenn Sie jetzt Ihre Zahlenwerte für den Abstand zum Referenzpunkt in dem vorgegebenen oberen Feld manuell eingeben, verschiebt sich die Tür entsprechend Ihren Werten – ggf. auch Stück für Stück.

Zur Kontrolle wird Ihnen die neue Position der Tür in der Vorschau als schwarzes Zeichenelement angezeigt. Bestätigen Sie mit OK, wird die Tür automatisch und endgültig verschoben.

5.11.6 Überschneidungen mit anderen Türen und Fenstern

Wenn Sie Fenster und Türen an eine Stelle setzen, auf der bereits andere Türen und Fenster positioniert wurden, erhalten Sie einen Hinweis in Form folgender Dialogbox:

Fig 5.13 Fenster und Türen

Wenn Sie in der Dialogbox das Kontrollfeld Diese Meldung nicht mehr anzeigen bestätigen, werden Sie bei weiteren Überschneidungen nicht mehr darauf hingewiesen.

Es kann durchaus vorkommen, dass Sie zwar in der Grundrissansicht vermeintliche Überschneidungen bei Türen feststellen, diese aber tatsächlich nicht existieren, weil Sie z.B. verschiedene Brüstungshöhen vorgegeben haben. In solchen Fällen wird die Dialogbox nicht aufgerufen.

Der Hinweis erscheint wirklich nur dann, wenn sich Aussparungen von Fenstern und/oder Türen gegenseitig überschneiden. Eine ähnliche Dialogbox erscheint auch in dem Fall, wenn Sie ein Dach auf ein Geschoß setzen, das bereits Fenster und Türen enthält. Hier würden dann beim automatischen Verschneiden mit den Wänden auch Fenster und Türen teilweise oder ganz beschnitten. In dieser Dialogbox können sie dann entscheiden, ob Sie diese Fenster oder Türen automatisch entfernen wollen oder ob Sie sie nachträglich manuell löschen möchten.

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5.11.7 Tür löschen

Sie markieren die gewünschte Tür durch Anklicken von  mit der linken Maustaste und anschließendem Anklicken der Tür. Die markierte Tür wird am Bildschirm rot dargestellt. Beim Betätigen der Del- bzw. Entf-Taste auf der Tastatur oder über den Menübefehl Bearbeiten – Löschen wird die markierte Tür gelöscht.

Wollen Sie alle Türen in der Darstellung löschen, können Sie das mit dem Befehl im Menü Bearbeiten – Löschen aller – Türen erreichen.

5.12 Fenster

VA - Virtual Architecture bietet Ihnen für Ihren Entwurf eine umfangreiche Anzahl verschiedener Fenstertypen, auf die Sie bei Ihrer Planung zurückgreifen können. Zum einen haben Sie die Auswahl zwischen vier Varianten von Fenstern, die Sie frei – also variabel – konstruieren können. Diese werden dann für jeden speziellen Anwendungsfall neu berechnet (wie dies z.B. bei Treppen immer der Fall ist). Sie können diese individuell entworfenen Fenster mit dem Makro Frei konstruierte Fenster abspeichern, das Bestandteil der VA - Virtual Architecture Installation ist, für zukünftige Arbeiten in den Objektkatalog eingliedern.

Zum anderen haben Sie die Möglichkeit zur Verwendung bereits bestehender „geladener“ Fenster, bei denen Sie nachträglich allerdings nur noch Einfluss auf die Abmessungen und bestimmte Oberflächenmerkmale nehmen können. Die Geometrie des Fensters lässt sich bei diesen Fenstertypen nicht mehr verändern.

Im Prinzip sind geladene Fenster nichts anderes als Objekte, bei denen Sie ja auch entsprechende Änderungen vornehmen können. Der Vorteil der geladenen Fenster besteht darin, dass sie sehr detailliert sind – wie z.B. mit Stuck. Ein Nachteil ist natürlich, dass diese Fensterelemente in der Handhabung relativ unflexibel sind.

Die Ansicht aller zur Verfügung stehenden Fenstertypen erhalten Sie übrigens mit dem entsprechenden Variantenschalter.

Dabei sind in der aktuellen VA - Virtual Architecture-Version die ersten fünf jeweils frei definierbare, die anderen geladene Fenster. Sie erkennen dies unter anderem an den speziellen Symbolen der verschiedenen Alternativen.

Anmerkung: Durch ein spezielles Verfahren in VA - Virtual Architecture ist es möglich, die Funktionalität von Fenstern zu erweitern, ohne dass Programmänderungen nötig werden (also ohne Versionswechsel). Es können deshalb weitere Arten von frei definierbaren Fenstern bzw. auch geladene Fenster neu hinzukommen. Fragen Sie ggf. Ihren Softwarehändler nach Erweiterungsmodulen.

5.12.1 Fenstertyp bestimmen

In der vertikalen Symbolleiste finden Sie die Schaltfläche  für die Fensterfunktion. Diese Schaltfläche ist ein Variantenschalter, gekennzeichnet durch die schwarze Ecke unten rechts. Durch Schieben der Maus bei gedrückter linker Maustaste ins rechte Ansichtsfenster erscheint eine Auswahl der möglichen Fensterarten. Eine Information zum jeweiligen Typ wird unten links am Bildschirm eingeblendet.

Um das Dialogfenster zum Ändern der Werte zu erhalten, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf  oder gehen über den Menübefehl: Optionen – Fenster.... Durch Abspeichern im Dialogfenster als Standard können Sie die von Ihnen häufig benutzten Werte dauerhaft hinterlegen. Wenn Sie bei einem ausgewählten Fenstertyp Werte ändern, ohne diese als Standard abzuspeichern, bleiben diese Werte nur für den jeweiligen Einbauvorgang aktuell. Durch Markieren und anschließendes Doppelklicken eines Fensters kann dieses auch nachträglich im Dialogfenster geändert werden.

Haben Sie ein Fenster gewählt, zeigt VA - Virtual Architecture in einer zweiten vertikalen Symbolleiste („Wie-Leiste“) eine Auswahl der Einbauarten: Beim Anklicken dieser Schaltflächen mit der rechten Maustaste erscheint zu jedem Feld das gleiche Dialogfenster. Hier können Sie z.B. zu der Einbauart  den erforderlichen Zahlenwert für das Teilungsverhältnis eingeben.

Wollen Sie einen Eingabevorgang abbrechen, drücken Sie die Esc-Taste.

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5.12.2 Fenster platzieren

Sie setzen Fenster, indem Sie diese mit Hilfe des Variantenschalters auswählen und innerhalb einer bereits existierenden Wand positionieren. VA - Virtual Architecture ersetzt dann automatisch die entsprechende Wandfläche durch das Fenster und bestimmt die notwendige Aussparung. Wie Sie die Fenster im Detail platzieren, hängt davon ab, welche Art der Eingabe in der „Wie-Leiste“ Sie gewählt haben.

Unabhängig von dieser Eingabeart ist, ob Sie die Mittelachse, den linken oder den rechten Rand des Fensters platzieren. Zwischen diesen drei Alternativen können Sie beim Plazieren mit Hilfe der Strg+W-Taste umschalten. Für die drei frei konstruierbaren Fenstervarianten können Sie links und rechts eine Gehrung definieren. Diese wird beim Konstruieren automatisch erzeugt, sobald Sie das Fenster an eine Wandecke schieben. Auf diesem Wege lassen sich mit VA - Virtual Architecture auch direkt aufeinander stoßende Eckfenster konstruieren.

Außer der Möglichkeit, ein Fenster im Konstruktionsmodus einzugeben, können Sie dieses auch im Designmodus interaktiv platzieren. Die folgenden Abschnitte beschreiben das Plazieren im Konstruktionsmodus.

5.12.2.1 Bezugspunkt eines Fensters ändern

Ein Fenster hat drei Bezugspunkte, die durch farbige Kreuze markiert sind. Sie können den Bezugspunkt durch gleichzeitiges Drücken von Strg+W wechseln. Er liegt nach Wunsch an den Eckpunkten des Fensters oder im Mittelpunkt.

5.12.2.2 Fenster frei platzieren

Haben Sie sich für diese Funktion  entschieden und mit der Maus selektiert, können Sie das Fenster direkt mit seinem Bezugspunkt an Ihre gewünschte Stelle platzieren. Platzieren Sie den Cursor auf die entsprechende Position und bestätigen die Eingabe mit der linken Maustaste.

Bitte beachten Sie, dass Fenster nur in eine Wand eingebaut werden können – der Bezugspunkt kann dabei jedoch auch an einer Hilfslinie oder auf anderen zu fangenden Punkten liegen.

5.12.2.3 Fenster in Abstand zum Referenzpunkt eingeben

Bestimmen Sie einen Referenzpunkt  per Mausklick auf der Wand oder an anderer beliebiger Stelle. Definieren Sie dann als zweiten Punkt die ungefähre Lage des Fensters auf der gewünschten Wand. Ihren Abstand vom Referenzpunkt zum Bezugspunkt des Fensters geben Sie danach numerisch in der Dialogbox ein, die anschließend für Sie geöffnet wird (dieses Vorgehen mit dem Eingeben von Türen mit Hilfe von  identisch).

Liegt Ihr Referenzpunkt nicht auf einer Wand, sondern z.B. auf dem Raster oder einer Hilfslinie, so wird der Ausgangspunkt von VA - Virtual Architecture senkrecht auf die gewählte Wand projiziert. Drücken Sie beim Anklicken Ihres zweiten Eingabepunktes gleichzeitig die Strg-Taste, wird die zusätzliche Abfrage des Abstandes in der Dialogbox unterdrückt. Der vorher eingegebene Abstand bzw. der Standardwert wird zur Berechnung der Fensterposition automatisch übernommen.

Wollen Sie bereits positionierte Fenster numerisch verschieben oder einen neuen Referenzpunkt setzen, finden Sie alle weiteren Informationen dazu unter Fenster verschieben.

5.12.2.4 Fenster zwischen zwei Punkten

Bei dieser Art der Fenstereingabe  klicken Sie zwei Punkte auf der Wand an, zwischen denen das Fenster in einem gewünschten Teilungsverhältnis eingebaut wird. Liegen die ersten beiden Eingabepunkte nicht auf der Wand, so ist noch ein dritter Punkt nötig, mit dem die Wand identifiziert wird. In diesem Fall werden die beiden Eingabepunkte senkrecht auf die Wand projiziert. Das vorher eingegebene Teilungsverhältnis bzw. der Standardwert wird zur Berechnung der Fensterposition übernommen.

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5.12.3 Brüstungshöhe

Für alle Fenster, die Sie in VA - Virtual Architecture konstruieren, wird automatisch die Brüstungshöhe ausgewiesen, die aus der zugehörigen Fenster-Dialogbox übernommen wird. Die Brüstungshöhe bemisst die Höhe der Unterkante des Fensters über dem Fußboden.

Die Brüstungshöhe verhält sich wie normaler Text, den Sie über die Schaltfläche Beschriftung  erzeugen. Das bedeutet: Sie können den Text in gewohnter Weise verschieben oder durch Klicken mit der rechten Maustaste drehen. Durch Doppelklick auf die Beschriftung öffnet sich die Dialogbox Anzeige der Brüstungshöhe, über die Sie z.B. den Schrifttyp einstellen können.

Anders als bei normalem Text können Sie jedoch den Inhalt der Beschriftung nicht verändern, da sich dieser direkt aus der Planung ableitet.

Hinweis: Über den Befehl Brüstungshöhe bei Fenstern anzeigen im Menü Anzeige können Sie die Brüstungshöhe ein- und ausschalten. Möchten Sie die Brüstungshöhe nur für ein einzelnes Fenster ausschalten, müssen Sie diese entweder unter das Schriftfeld schieben oder den Schrifttyp auf weiß setzen.

5.12.3.1 Dialogbox „Anzeige der Brüstungshöhe“

Sie erhalten die Dialogbox Anzeige der Brüstungshöhe, indem Sie die Beschriftung selektieren und anschließend doppelklicken.

  Fig 5.14 Anzeige der Brütungshöhe

Das Bearbeiten der Anzeige der Brüstungshöhe funktioniert analog zum Bearbeiten der Anzeige der Maßangaben bei Treppen. Eine ausführliche Beschreibung dieser Dialogbox finden Sie unter Anzeige von Treppensteigung und -auftritt.

 

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Direktlinks zu den einzelnen Kapiteln: Kapitel 1: 1, 2, 3; Kapitel 2: 1, 2, 3, 4, 5, 6; Kapitel 3: 1, 2, 3, 4; Kapitel 4: 1, 2; Kapitel 5: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14; Kapitel 6: 1, 2, 3, 4, 5, 6; Kapitel 7: 1, 2; Kapitel 8: 1; Kapitel 9: 1, 2, 3; Kapitel 10: 1; Kapitel 11: 1; Kapitel 12: 1, 2; Glossar; Kapitel 13: VA -Tools; Glossar

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