Kapitel 3 (Teil 3)



3.10.2 Bedienung der numerischen Eingabe

3.10.3 Benutzerdefiniertes Verhalten

3.10.5 Die Schaltflächen „Def.“ und „Std.“

3.10.6 Polygonale Wandeingabe

3.11 KOORDINATEN- UND RASTERURSPRUNG SETZEN

3.11.1 Die Dialogbox „Raster“

 

3.10.1.1 Rechnen in Eingabefeldern

Unabhängig von der im Folgenden beschriebenen Funktionalität ist es in VA - Virtual Architecture prof. in jedem Eingabefeld – in dem Zahlen eingegeben werden – möglich, zu rechnen. Statt also z.B. „1.23“ einzugeben, können Sie auch „1.0 + 0.23“ einge­ben. VA - Virtual Architecture prof. ersetzt dann die Formel durch den errechneten Wert. Als Rechen­funktionen stehen Ihnen die vier Grundrechenarten, aber auch das Potenzieren (Beispiel: 2^3 = 8.00), trigonometrische Funktionen (Beispiel: sin (45) = 0.71) und natürlich Klammerebenen zur Verfügung.

3.10.2 Bedienung der numerischen Eingabe

VA - Virtual Architecture besitzt im Konstruktionsmodus am linken Rand zwei senkrechte Leisten: Die „Was-Leiste“ enthält alles, was Sie erzeugen können und die „Wie-Leiste“ zeigt an, wie Sie es erzeugen können. VA - Virtual Architecture prof. gestattet es Ihnen, für jede Schaltfläche der „Wie-Leiste“ zwischen numerischer Eingabe und Mauseingabe umzuschalten.

Im Konstruktionsmodus kann für jede Schaltfläche der „Wie-Leiste“, und das für jedes Element der „Was-Leiste“ getrennt, zwischen numerischer und Maus-Eingabe umgeschaltet werden. Hierzu dient die Taste F2. Die Schaltflächen der „Wie-Leiste“ „merken“ sich, ob für sie die numerische Eingabe ein- oder ausgeschaltet ist. Bei eingeschalteter numerischer Eingabe werden die entsprechenden Schaltflächen mit einem gelben Rahmen markiert. Ist dieser gelbe Rahmen für eine Schaltfläche in der „Wie-Leiste“ nicht dargestellt, erfolgt die Eingabe – wie bereits in VA - Virtual Architecture – über die Maus.

Wird eine Schaltfläche der „Wie-Leiste“ heruntergedrückt, die mit einem gelben Rahmen markiert ist, oder wird während der Eingabe mit der Maus die F2-Taste gedrückt (was die gelbe Markierung der Schaltfläche zur Folge hat), erscheint unten im Arbeitsbereich von VA - Virtual Architecture prof. eine spezielle Dialogbox, in der die numerische Eingabe vorgenommen wird.

Je nachdem, welche Schaltfläche der „Wie-Leiste“ gerade benutzt wird, hat diese Dialogbox verschiedene Formen. Im Folgenden sehen Sie drei Beispiele:

Fig 3.17 Numerische Dialogbox Beispiel 1

Fig 3.18 Numerische Dialogbox Beispiel 2

Fig 3.19 Numerische Dialogbox Beispiel 3

Alle Dialogboxen der numerischen Eingabe besitzen am rechten Rand drei Schaltflächen, mit denen Sie eine numerische Eingabe bestätigen, die komplette Eingabe durch Abbrechen beenden oder den entsprechenden Hilfetext öffnen können. Links neben den Schaltflächen OK, Abbrechen und Hilfe sehen Sie eine Skizze dessen, was eingegeben wird. An dieser Skizze können Sie sich orientieren, auch ohne das komplette Handbuch von VA - Virtual Architecture prof. lesen zu müssen.

Eingaben, die Sie in den Eingabefeldern der Dialogbox vornehmen müssen, entsprechen im Prinzip hervorgehobenen Elementen in der Skizze. Dabei entspricht jeder Bereich im linken Teil der Dialogbox einem Punkt bzw. einer Strecke. Sowohl die Punkte und Strecken in der Skizze als auch die Bereiche sind durchnumeriert, um anzudeuten, welcher Bereich welchem Punkt bzw. welcher Strecke der Skizze entspricht. Oberhalb der Skizze finden Sie noch zwei weitere kleine Schaltflächen, eine mit der Beschriftung Def., eine mit der Beschriftung Std., auf die weiter unten genauer eingegangen wird.

Schließlich befindet sich links oberhalb der Skizze die Angabe der aktuell verwendeten Einheit. Arbeiten Sie also z.B. in Metern, so wird dort ein m ste­hen. Sämtliche Eingaben in den verschiedenen Bereichen werden – bis auf die Winkel in Altgrad – in Metern vorgenommen. Links neben der Skizze befinden sich der Reihe nach die verschiedenen Bereiche, die für eine bestimmte Eingabe nötig sind. Dies sind z.B. bei einer frei zu konstruierenden Wand der Bereich für den Anfangspunkt und der Bereich für den Endpunkt.

Fig 3.20 Numerische Dialogbox Beispiel 4

Außer den eigentlichen Eingabefeldern, in denen Sie die tatsächlichen Werte für die Punkte (oder auch Strecken und Längen) eingeben, ist dieser Bereich mit diversen Schaltflächen „verziert“. Mit Hilfe dieser Schaltflächen können Sie die numerische Eingabe nach Ihren Vorstellungen „umbauen“, indem Sie z.B. ganze Bereiche als fest vorgeben oder sie auch mit der Maus –statt mit der Tastatur – eingebbar machen.

Werden in einem Bereich Punkte (also keine Längen oder Strecken) eingegeben, können Sie weiterhin mit Hilfe der Kontrollfelder rel. und polar angeben, ob die Punkte in relativen bzw. absoluten Koordinaten und in Polar- bzw. kartesischen Koordinaten eingegeben werden.

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3.10.3 Benutzerdefiniertes Verhalten

Wie bereits angedeutet, können Sie mit Hilfe von „Maus“-Knopf (der länglichen Schaltfläche links in einem Eingabefeld) und der/den Schaltfläche(n)  das Verhalten eines Bereiches selbst bestimmen. Ist der „Maus“-Knopf heruntergedrückt, kann der entsprechende Wert nicht nur über die Tastatur, sondern auch mit Hilfe der Maus eingegeben werden. Wenn Sie also bei einer frei definierbaren Wand den ersten Punkt mit der Maus bestimmen wollen und den zweiten über die Tastatur, drücken Sie im ersten Bereich den „Maus“-Knopf herunter, im zweiten lassen Sie ihn hingegen ungedrückt.

Statt auf diesen „Maus“-Knopf im Eingabebereich zu klicken, können Sie auch mit Hilfe der Taste F4 diesen Schalter umstellen. Dies ist gleichbedeutend damit, dass Sie für ein Eingabefeld mittels F4 zwischen numerischer Eingabe und Eingabe mit der Maus umschalten.

Die Schaltfläche  rechts neben einem Eingabefeld ermöglicht es Ihnen, dieses Eingabefeld „festzustellen“. Ist sie heruntergedrückt, werden für dieses Eingabefeld keine Eingaben erwartet; der in diesem Feld stehende Wert wird direkt ohne weitere Eingaben übernommen. Sind in einem Bereich alle Eingabefelder „festgestellt“, wird bei der Eingabe dieser Bereich komplett über­sprungen, da hier explizit keine Angaben mehr gemacht werden müssen. Hier wird auch der Sinn dieses Feststellmechanismus klar: er dient dazu, den nötigen Aufwand bei der numerischen Eingabe zu verringern. Normalerweise werden bei den meisten Eingabe-Dialogboxen diverse Felder „festgestellt“ sein. Wenn Sie diese hingegen lösen, können Sie eine erweiterte und unter Umständen auch komplexere Eingabe erreichen.

3.10.3.1 Eingabe eines Bereichs mit der Maus bei teilweise festgestellten Eingabefeldern

Ist für einen Bereich der „Maus“-Knopf (die längliche Schaltfläche links neben den Eingabefeldern) heruntergedrückt und ist eines von zwei Eingabefeldern

mittels der Schaltfläche  fixiert, können Sie bei der Eingabe mit der Maus
lediglich die zweite Eingabe ändern. Dies ist insbesondere beim Zusammenspiel mit den verschiedenen Eingabemöglichkeiten mittels der Kontrollfelder rel. und polar sinnvoll.

Beispiel: Sie möchten in Ihrer Planung an verschiedenen Stellen genau 3 Meter lange Wände positionieren, wobei Sie den Anfangspunkt und die Orientierung der Wand mittels Maus bestimmen wollen. Hierfür verwenden Sie die Schaltfläche   und stellen die numerische Eingabe-Dialogbox wie folgt ein:

Fig 3.21 Numerische Dialogbox Beispiel 5

Im ersten Bereich drücken Sie also den „Maus“-Knopf herunter, im zweiten Bereich schalten Sie auf relative Polarkoordinaten und fixieren das Längeneingabefeld. Nach dem Fixieren können Sie dort die Länge von 3 Metern eingeben. Die Eingabe von Werten in Eingabefeldern, die gerade nicht aktiv (also gegraut) sind, ist nur in fixierten Feldern möglich. Sie erkennen diese Felder einerseits daran, dass die Schaltfläche  rechts neben ihnen heruntergedrückt ist und andererseits, dass sie mit einem hellen Grau hinterlegt sind.

Nachdem Sie die Länge eingegeben haben, drücken Sie auch im zweiten Eingabefeld die Schaltfläche  herunter, da Sie den Winkel mit der Maus eingeben wollen. Anschließend können Sie beginnen, die Wände einzugeben. Sie müssen pro Wand je zweimal klicken, nämlich zuerst, um den Beginn der Wand zu verankern und dann, nachdem Sie den Winkel durch Verschieben der Maus festgestellt haben, um die Wand endgültig zu fixieren. Möchten Sie, statt den Winkel über die Maus einzustellen, den Winkel über das numerische

Eingabefeld eingeben, hätten Sie im zweiten Eingabefeld die Schaltfläche  nicht herunterdrücken dürfen.

Aus diesem Beispiel wird deutlich, wie Sie mit Hilfe des „Maus“-Knopfs und  die Funktionalität beim Eingeben in weiten Grenzen selbst bestimmen können. Es kann durchaus sinnvoll sein, alle Werte aller Eingabefelder zu fixieren. Als einzige Eingabefunktionalität steht dann noch die OK-Schaltfläche zur Ver­fügung. Wird diese betätigt, werden alle fixierten Werte verwendet.

Beispiel: Sie möchten 10 Stützen horizontal im Abstand von 3 Metern konstruieren. Gehen Sie nun wie folgt vor: Wählen Sie als Element z.B. die runde Stütze und schalten die numerische Eingabe zunächst aus, wenn sie nicht schon ausgeschaltet ist. Positionieren Sie nun die erste Stütze. Anschließend aktivieren Sie die numerische Eingabe mittels F2 und stellen die Schalter in der numerischen Eingabe-Dialogbox wie in der folgender Abbildung dargestellt ein:

Fig 3.22 Numerische Dialogbox Beispiel 6

Nun betätigen Sie neun Mal die Return-Taste oder klicken neun Mal auf die OK-Schaltfläche.

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3.10.3.2 Eingabe von Punkten: relativ/absolut und polar/kartesisch

In Eingabefeldern, in denen Sie Punkte definieren, können Sie für einen Punkt angeben, ob Sie dessen absolute Koordinaten – bezogen auf den Ursprung, angegeben durch das Symbol in der Zeichenfläche – oder dessen relative Koordinaten bzw. ob Sie dessen kartesische Koordinaten oder dessen Polarkoordinaten eingeben möchten. Die Eingabe in absoluten Koordinaten ist am einfachsten zu verstehen, wird aber voraussichtlich von Ihnen selten verwendet werden.

Wenn Sie weder rel. noch polar markiert haben, geben Sie im oberen Eingabefeld des Bereiches die absolute x-Koordinate, im unteren die absolute y - Koordinate des Punktes ein. Dabei entspricht 0.0 dem Ursprung, der durch das Fadenkreuz markiert ist.

Hinweis: Die Position des Ursprunges können Sie mit Hilfe des Mehrfachschalters  auch während der numerischen Eingabe verstellen.

Die zweite Möglichkeit der Eingabe ist die der absoluten Eingabe in Polarkoordinaten. Hierfür ist das Kontrollfeld rel. nicht markiert und das Kontrollfeld polar markiert. Statt nun die x- und y-Koordinaten relativ zum Ursprung einzugeben, verwenden Sie Abstand und Winkel; dabei bezieht sich

der Abstand auf den Ursprung. Der Winkel wird im Allgemeinen relativ zur x - Achse in Altgrad gemessen, lediglich bei einigen speziellen Eingaben ist dies anders.

Die anderen beiden Möglichkeiten, nämlich die relative Eingabe in kartesischen Koordinaten und Polarkoordinaten beziehen sich nicht auf den Ursprung, sondern auf den Referenzpunkt.

Dieser Referenzpunkt ist neu in VA - Virtual Architecture prof. und soll hier näher erläutert werden. Grundsätzlich ist der Punkt Referenzpunkt, bei dem Sie das letzte Mal geklickt haben oder der das Ergebnis einer numerischen Eingabe war. So ist z.B. für den zweiten Eingabebereich einer numerischen Eingabe-Dialogbox der Punkt Referenzpunkt, den Sie im ersten Eingabebereich eingegeben haben (sei es nun mit der Maus oder über die Tastatur). Der Referenzpunkt wird zur besseren Übersicht durch ein kleines rotes Fadenkreuz markiert.

Da also im allgemeinen der Referenzpunkt das Ergebnis der vorherigen Eingabe ist, können Sie durch Verwendung der relativen Eingabearten ab dem zweiten Eingabefeld die Größe eines Elementes bestimmen; sei es nun für x und y getrennt als Differenz in x- und y-Richtung oder beim Markieren von polar mit Hilfe von Länge und Winkel. Beachten Sie bei der Verwendung von Polarkoordinaten, dass sich zwar die Länge auf den Referenzpunkt bezieht, der Winkel im Allgemeinen aber ein absoluter Winkel ist. Dabei entspricht 0 nach rechts (also in x-Richtung) und 90 nach oben (also in y-Richtung). Winkel werden also „links herum“ gedreht. Die Ausnahme von dieser Nullrichtung ist Gegenstand des folgenden Abschnitts.

3.10.3.3 Nullrichtung bei Eingabe in Polarkoordinaten

Verwenden Sie in einem Eingabefeld die Eingabe von Polarkoordinaten (ist also polar markiert), müssen Sie eine Länge und eine Richtung angeben. Im Gegensatz zur Länge, die sich, je nachdem ob rel. markiert ist oder nicht, auf den Referenzpunkt oder den Ursprung bezieht, bezieht sich der Winkel im all-gemeinen immer auf die x-Achse. D.h., wird als Winkel 0 eingegeben, entspricht das der Richtung „nach rechts“. Hiervon gibt es allerdings, unabhängig davon ob relative oder absolute Polarkoordinaten eingegeben werden, eine Ausnahme: Immer dann, wenn Sie für eine Eingabe eine Referenzlinie bestimmen müssen (also z.B. bei Verwen­dung der Werkzeuge , ,  und , , ) wird nicht die x-Achse, sondern die Senkrechte zu dieser Referenzlinie verwendet. Sie erkennen dies daran, dass beim Selektieren dieser Referenzlinie mit der Maus im 3D Wohnungsplaner ein kleiner Richtungspfeil senkrecht zur Referenzlinie erscheint. Ist diese Referenzlinie eine Wandseite, zeigt dieser Pfeil immer von der Wand weg. Wenn Sie als Referenzlinie eine Hilfslinie verwenden, können Sie, nachdem die Maus auf die Hilfslinie gefangen hat, durch leichtes Verschieben der Maus bestimmen, ob der Richtungsvektor nach „links“ oder nach „rechts“ zeigt.

Der Sinn dieser – scheinbar uneinheitlichen – Behandlung von Nullrichtungen ist folgender: Immer dann, wenn sich ein Schritt der Eingabe auf eine Referenzlinie bezieht, werden die Angaben dieses Schrittes relativ zur Referenzlinie gemacht. Möchten Sie also z.B. eine Wand parallel zu einer anderen eingeben, werden Sie im allgemeinen den senkrechten Abstand dieser Wand von der Referenzwand eingeben wollen. Dies ist allerdings nur dann möglich, wenn Sie sich auf diese Senkrechte beziehen können. Für Einga­ben, die sich nicht auf Referenzlinien beziehen, macht diese relative Eingabe wenig Sinn und ist deswegen nicht implementiert.

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3.10.3.4 Verstellen des Referenzpunktes

Wie oben erwähnt, ist der Referenzpunkt immer der zuletzt eingegebene Punkt. Möchten Sie einen anderen als diesen letzten Punkt als Referenzpunkt verwen­den, können Sie dies mit Hilfe der vierten Variante des Mehrfachschalters  erledigen. Diese Variante ist neu in VA - Virtual Architecture prof. und wird genauso bedient wie die erste Variante, das Verstellen des Ursprunges. Das Verstellen des Referenzpunktes ist auch während der numerischen Eingabe möglich.

3.10.4 Wechseln zwischen den Eingabefeldern

Wie allgemein unter Windows üblich, wechseln Sie zwischen den verschiedenen Eingabefeldern mit Hilfe der Tab-Taste oder auch mit Hilfe der Return-Taste. Dabei wechselt die Tabulator-Taste zwischen den Eingabefeldern hin und her; die Return-Taste übernimmt gleichzeitig den eingegebenen Wert. Wenn Sie also im unteren Eingabefeld eines Bereiches einen Wert eingeben, werden die Werte dieses Bereiches übernommen und der nächste Bereich wird aktiviert. War der Bereich der letzte Bereich, ist damit das entsprechende Element konstruiert und zum Konstruieren eines neuen Elementes wird wieder der erste Bereich aktiv.

3.10.5 Die Schaltflächen „Def.“ und „Std.“

Mit der beschriebenen Funktionalität haben Sie vielfältige Möglichkeiten, die numerische Eingabe für Ihre Zwecke optimal einzustellen. Möchten Sie eine Einstellung immer wieder verwenden, drücken Sie die Schaltfläche Std. Sie speichert die gemachten Einstellungen als Standardeinstellungen ab, so dass Sie ab jetzt auch bei neuen Projekten immer wieder verwendet werden.

Abgespeichert wird für jeden Bereich, ob die Eingaben relativ bzw. absolut oder polar bzw. kartesisch erfolgen sollen. Weiterhin wird sowohl der Zustand der Schaltflächen in den verschiedenen Bereichen (also, ob der „Maus“-Knopf oder der bzw. die Schaltfläche(n)  heruntergedrückt sind) und für fixierte Werte der Wert im Eingabefeld gespeichert. Das Betätigen der Schaltfläche Std. bedeutet also quasi ein „dauerhaftes“ Programmieren der entsprechenden Dialogbox.

Die Schaltfläche Def. dient sozusagen als „Rettungsanker“: Durch die diversen Einstellungsmöglichkeiten können Sie sehr leicht eine Einstellung erreichen, die eine sehr umständliche Bedienung zur Folge hat. Betätigen Sie nun Def., werden sämtliche Schaltflächen in einen vordefinierten Zustand zurückgesetzt. Dieser vordefinierte Zustand ist intern gespeichert und wurde so gewählt, dass eine möglichst sinnvolle Eingabevariante verwendet wird. Sollten Sie einmal versehentlich eine sehr umständliche Eingabe als Standard definiert haben, können Sie einfach durch Drücken auf Def. und anschließendes Drücken auf Std. die Defaultwerte wieder zum Standard machen. Dies sind übrigens auch die Einstellungen nach der Installation von VA - Virtual Architecture.

Sollten Sie mit den verschiedenen Möglichkeiten der numerischen Eingabe-Dialogboxen nicht zurechtkommen, hilft immer das Drücken auf den Def.-Schalter; Sie haben dann eine gewisse Basisfunktionalität, die im Allgemeinen ausreicht. Erst bei speziellen konstruktiven Aufgaben müssen Sie unter Umständen die in den vorigen Abschnitten erläuterten Änderungen vornehmen. Wenn Sie dies aber tun, haben Sie ein sehr mächtiges Werkzeug und können effektiv nahezu beliebige Eingaben tätigen.

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3.10.6 Polygonale Wandeingabe

Verwenden Sie bei der polygonalen Wandeingabe mit Hilfe der Schaltfläche  die numerische Eingabe, erhalten Sie eine deutlich erweiterte Funktionalität. Da diese von der sonstigen Funktionalität bei der numerischen Eingabe abweicht, soll sie an dieser Stelle im Detail beschrieben werden. Beim Eingeben von polygonalen Wandzügen und eingeschalteter numerischer Eingabe erscheint folgende Eingabe-Dialogbox:

Fig 3.23 Polygonale Wandeingabe

Wie schon aus dieser Dialogbox zu ersehen ist, gliedert sich die Eingabe der polygonalen Wandzüge bei eingeschalteter Numerik in zwei Teile: Als erstes muss der Wandzug mit Hilfe der Maus eingegeben werden. Dabei kommt es nicht auf die exakten Längen und Winkel an, da diese im zweiten Schritt eingegeben werden. Sie können trotzdem mit Hilfe von Ctrl+Q, W, E bzw. Strg+Q, W, E den Wandanfangs- bzw. Wandendpunkt bestimmen, um so z.B. „vorab“ bestimmte konstruktive Nebenbedingungen zu erfüllen.

Nachdem der Polygonzug – wie bei ausgeschalteter numerischer Eingabe – komplett eingegeben wurde, drücken Sie die Esc-Taste oder klicken auf die Schaltfläche Abbrechen und gelangen dann in den zweiten Schritt: den „Wände bearbeiten “-Schritt. Hier können Sie nun der Reihe nach die Längen einzelner Wände angeben. Sie haben mit Hilfe der Optionsschalter linke Wandfläche, Wandachse oder rechte Wandfläche die Möglichkeit, zu bestimmen, für welche Seite der Wand Sie die Werte eingeben.

Die beiden Eingabefelder links im zweiten Teil geben die Koordinaten des Endpunktes der Wandfläche bzw. der Wandachse an. Genauso wie bei anderen numerischen Eingaben können Sie hier zwischen der relativen oder absoluten Angabe und der polaren bzw. kartesischen Angabe mit Hilfe der beiden Kontrollfelder rel. und polar wählen. Wenn Sie polar markiert haben, wird als Winkel immer derjenige zwischen der vorigen und der aktuellen Wand angenommen. Sie erkennen dies auch an dem Richtungspfeil des Referenzpunktes.

Hinweis: Für die erste Wand des Polygonzuges wird als Richtung immer die x - Richtung angenommen, da es ja für die erste Wand keine „vorherige“ Wand gibt.

Beachten Sie, dass die Angaben für den Endpunkt automatisch angepasst werden, wenn Sie zwischen linker Wandfläche, Wandachse und rechter Wandfläche umschalten. Bildet also z.B. die nächste Wand mit der aktuellen Wand einen Winkel von 90 Grad, wobei die folgende Wand eine Dicke von 25 cm hat, wird beim Umschalten der aktuellen Wand von der linken auf die rechte Wandfläche die Angabe der Länge automatisch um 25 cm erhöht.

Mit den beiden Schaltflächen vorherige und nächste machen Sie die vorherige bzw. die nächste Wand zur aktuellen Wand. Hierbei wird auch über das „Ende“ des Polygonzuges hinaus rotiert. Wenn Sie also auf der letzten Wand sind und klicken auf nächste, gelangen Sie wieder auf die erste Wand. Schließlich haben Sie pro Wand noch die Möglichkeit, die Dicke einzustellen. Als Standarddicke wird die Dicke des aktuellen Wandtyps, einzustellen durch Rechtsklicken auf den Mehrfachschalter , verwendet.

Das Kontrollfeld Länge automatisch ist eine Art „Joker“. Er kann für einen polygonalen Wandzug für bis zu zwei Wände vergeben werden. Ist er für keine Wand vergeben, können Sie für alle Wände die Position des Endpunktes bestimmen. Ist er für zwei Wände vergeben, wird die Länge dieser beiden Wände automatisch so berechnet, dass der Wandzug geschlossen ist.

Beispiel: Sie geben einen rechteckigen Raum ein, indem Sie links unten beginnen und der Reihe nach links herum vier Wände definieren. Nun markieren Sie für die obere und linke Wand Länge automatisch. Wenn Sie nun für die untere – oder auch die rechte Wand – die Länge verändern, werden automatisch die Längen der oberen und der linken Wand angepasst, so dass der Raum immer geschlossen bleibt.

Ist für genau eine Wand des Polygonzuges Länge automatisch markiert, verfährt VA - Virtual Architecture prof. wie folgt: Die Länge dieser Wand wird so angepasst, dass die letzte Wand des Polygonzuges in Richtung Anfangspunkt der ersten Wand zeigt.

Beachten Sie, dass das Kontrollfeld Länge automatisch für eine Wand gegraut ist, wenn bereits zwei Wände dieses Polygonzuges auf Länge automatisch gesetzt sind. Wenn also eine zusätzliche Wand automatisch in der Länge bestimmt werden soll, muss erst eine der bereits markierten Wände demarkiert werden. Beachten Sie weiterhin, dass bei Wänden, für die Länge automatisch markiert ist, das Verändern eines der beiden Eingabefelder das automatische Verändern des Wertes im anderen Eingabefeld zur Folge hat.

Tipp: Statt mit Hilfe der beiden Schaltflächen vorherige und nächste sowie der Optionsschalter linke Wandfläche, Wandachse, rechte Wandfläche können Sie auch mit Hilfe der Maus bestimmen, für welche Wand und dort, für welche Wandfläche Sie die Eingabe vornehmen möchten. Hierfür klicken Sie einfach mit der Maus auf die entsprechende Wandfläche.

Nachdem Sie für alle Wände Ihre Eingaben gemacht haben, bestätigen Sie die Dialogbox mit OK. Anschließend wird der polygonale Wandzug in Ihrer Planung komplett konstruiert, wobei dann auch eine Verschneidung mit bereits existierenden Wänden erfolgt.

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3.11 KOORDINATEN- UND RASTERURSPRUNG SETZEN

Neben Hilfslinien und Lineal ist das Raster das wahrscheinlich wichtigste Hilfsmittel bei Arbeiten im Konstruktionsmodus. Es wird mit Hilfe von ein- bzw. ausgeschaltet. Die Rastereigenschaften lassen sich von Ihnen einstellen, indem Sie mit der rechten Maustaste die Schaltfläche der Symbolleiste anklicken. Beim Plazieren von Objekten und dem Konstruieren von Elementen fängt der Mauszeiger nur auf dem Raster, wenn dieses eingeschaltet – also sichtbar – ist. Eine genaue Beschreibung des Fangens finden Sie im vorigen Abschnitt.

In enger Verbindung zum Raster steht der Ursprung, da von ihm aus alle in der Statuszeile abgebildeten Koordinaten berechnet werden. Der Ursprung wird daher ebenso wie das Raster beim Konstruieren und Einrichten für Sie sehr wichtig sein. Mit dem Variantenschalter Ursprung können Sie je nach Auswahl entweder nur den Koordinatenursprung bzw. nur den „Rasterursprung“ setzen oder den Koordinaten- und Rasterursprung gleichzeitig festlegen.

Mit Rasterursprung ist in diesem Zusammenhang die Lage der Rasterpunkte auf Ihrem ‘Arbeitsblatt’ gemeint. Da das Raster an sich periodisch ist, gibt es im Prinzip beliebig viele Rasterursprünge. Wenn Sie erreichen wollen, dass ein spezieller Punkt, der nicht genau auf einen Rasterpunkt trifft, mit einem Rasterpunkt zusammenfällt, verwenden Sie  oder  und positionieren das Raster auf diesem Punkt. Alle Rasterpunkte werden sich anschließend um +/- ein halbes Rastermaß entsprechend Ihren Wünschen verschieben.

3.11.1 Die Dialogbox „Raster“

Fig 3.24 Raster

Sie erreichen diese Dialogbox durch Drücken der rechten Maustaste auf  oder über den Menüpunkt Optionen – Programm – Raster....

 

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Direktlinks zu den einzelnen Kapiteln: Kapitel 1: 1, 2, 3; Kapitel 2: 1, 2, 3, 4, 5, 6; Kapitel 3: 1, 2, 3, 4; Kapitel 4: 1, 2; Kapitel 5: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14; Kapitel 6: 1, 2, 3, 4, 5, 6; Kapitel 7: 1, 2; Kapitel 8: 1; Kapitel 9: 1, 2, 3; Kapitel 10: 1; Kapitel 11: 1; Kapitel 12: 1, 2; Glossar; Kapitel 13: VA -Tools; Glossar

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